COLLABORATIVE RESEARCH

ZU HAUSE IN DER STADT
mit ANCB Reasearch Partner W├╝stenrot Stiftung

2013


Eine dreiteilige Diskussionsreihe zum Stand und zur Zukunft des Wohnungsbaus

DEBATTE 1: Testlabor Wohnen – Wohnideale im IBA Labor, 22. August 2013
„Wohnen“ ist eines der „Urthemen“ in der Architektur. Jede Epoche der Architekturgeschichte entwickelte neue Wohnmodelle und Ideale passend zur Zeit. Dabei wurden nicht nur verschiedene Grundrissformen und zeitgenössische Bautechniken, sondern auch neue Siedlungsformen und Stadtmodelle überprüft. Was ist aus den geförderten Wohnungsbauprojekten und Idealen geworden- welche Siedlungen haben sich wie entwickelt und welche neuen Visionen existieren für den sozialen Wohnungsbau der Zukunft? Bekannteste Beispiele bieten die Bauausstellungen als Experimentierfeld, gerade für den Wohnungsbau. Welche Wohnformen brauchen wir heute? Welche Modelle brauchen wir für die aktuellen Gesellschaftsformen und für die Entwicklung unserer Städte?
Mit: Prof. Michael Mönninger, Architekturhistoriker, Berlin; Prof. Andreas Garkisch, 03 Architekten, München; Prof. Paolo Fusi, Fusi Ammann Architekten, Hamburg; Ingo Malter, Geschäftsführer Stadt + Land Wohnbauten- Gesellschaft mbH, Berlin; Regula Lüscher, Senatsbaudirektorin, Berlin; Vera Tollmann, Kulturwissenschaftlerin, Berlin
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DEBATTE 2: Versuchsfeld Beteiligungskultur - Partizipation versus Segregation, 7. November 2013
Beteiligungskultur und -initiativen stellen in der Stadtentwicklung seit Jahren ein wachsendes Phänomen dar: Einwohner und Anwohner nehmen Teil an der Entwicklung von Quartieren und Pilotprojekten, fordern und übernehmen Verantwortung durch Aneignung des Stadtraumes. Somit erlebt die Stadt ein nicht von oben verordnetes Durchmischungsprinzip à la Luxussanierungsverbot oder Quotierungsreglungen, sondern eine „bottom up“ Bewegung. Das Modell der Baugruppen zeigt ein Beispiel, wie mit eigenen Hausprojekten im Eigenheimbau die hochpreisigen Investorenprojekte im Wohnungsmarkt umgangen werden können. Aber was passiert auf dem Mietwohnungsmarkt? Muss es einen neuen sozialen Wohnungsbau geben oder werden wir sonst sogar bald auch schon in Europa mit dem Phänomen der „Gated Communities“ konfrontiert? Wie könnte eine stadtverträgliche „Soziale Mischung“ aussehen und wie kann man sie erreichen? Was können Architekten dazu beitragen und was die Politik?
Mit: Dr. Jochen Hucke, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Berlin, Dr. Wolfgang Förster, Leiter des Referats Wohnbauforschung und internationale Beziehungen der Stadt Wien; Tom Kaden, Kaden Klingbeil Architekten, Berlin; Dr. Cordelia Polinna, Center for Metropolitan Studies, TU Berlin, Think Berl!n; Jens-Holger Kirchner, Bezirksstadtrat und Leiter der Abteilung Stadtentwicklung im Bezirk Pankow, Berlin und Peter Pulm, Quartiersmanagement Schöneberger Norden, Berlin.
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DEBATTE 3: Experiment Umnutzung - Wohnraum neu erfinden, 3. Dezember 2013
Auf dem Wohnungsmarkt der Großstädte herrscht Mangel. Die Prognosen diagnostizieren, dass schon im Jahre 2070 mehr als 70 % der Bevölkerung in den Städten leben werden. Das bedeutet einen zunehmenden Bedarf an Wohnraum. Um die aktuelle Nachfrage zu decken und die Preise stabil zu halten, sollen neue Wohnungen gebaut werden, doch bereits jetzt kritisieren Verbände und Politiker die nicht ausreichende Anzahl der geplanten Maßnahmen. Im Kontrast dazu stehen viele Bürokomplexe und ehemalige Industriebauten leer und bieten eine große Ressource an ungenutztem Potential. Abriss oder Umnutzung bzw. Revitalisierung stehen sich oft in einer Art Lagerkampf gegenüber. Welche Chancen bieten sich hier für die Städte? Welche Wohnqualitäten sind machbar und ist es aus wirtschaftsökonomischen Überlegungen überhaupt sinnvoll, diese Bauten umzunutzen?
Mit: Prof. Philip Ursprung, Institut für Geschichte und Theorie der Architektur, ETH, Zürich; Stefan Forster, Architekt, Frankfurt am Main; Rolf Novy-Huy, TRIAS Stiftung für Boden, Ökologie und Wohnen, Hattingen; Gisbert Dreyer, Planungsgesellschaft, München und Ulli Hellweg, Geschäftsführer, IBA Hamburg
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Miriam Mlecek, mm@ancb.de



 





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