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Dialogreihe Wissensräume unserer Gesellschaft
#1 Wissensspeicher der Architektur

Donnerstag, 18. Februar 2021, 18.30 Uhr


In der fünfteiligen Dialogreihe des ANCB in Zusammenarbeit mit der Bundesstiftung Baukultur werden die vielfältigen und wechselwirksamen Beziehungen zwischen Wissen und Raum beleuchtet und auf mögliche zukünftige Szenarien projiziert.

HINTERGRUND
Wissen und Raum werden in Wissensräume unserer Gesellschaft nicht als statischer Zustand, sondern als sich gegenseitig beeinflussende, fluide Prozesse betrachtet. Im Vordergrund stehen die Formierungen von Wissensräumen als auch von Raumwissen aus Sicht von Architektur und Stadtplanung, Pädagogik und Soziologie, Politik und Zivilgesellschaft. Hinterfragt wird unter anderem, welchen Beitrag Institutionen der räumlich gebundenen Wissensvermittlung wie Schulen, Universitäten, Museen, Bibliotheken, Archive aber auch informelle Bildungsorte innerhalb des Stadtraums zur öffentlichen Zugänglichkeit von Wissen bereits leisten und in Zukunft noch leisten können. Auch wird der Frage nachgegangen, inwiefern sich Form und Funktion von Wissensräumen innerhalb unserer Gesellschaft gegenseitig beeinflussen. Die Dialogreihe greift darüber hinaus die Frage auf, welchen gesellschaftlichen Nutzen Wissensräume über ihren eigentlichen Zweck hinaus erzeugen können, indem hermetische Funktionsgrenzen aufgebrochen werden und informelle Wissensvermittlung stärker Beachtung findet.

#1 Wissensspeicher der Architektur
Do. 18. Februar 2021
Den Auftakt der Reihe bildete ein Online-Panel zu verschiedenen Wissensspeichern von baukultureller Bedeutung. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung von Wissen widmete sich die Diskussion konkreten Medien der Wissensvermittlung. Die Teilnehmenden reflektierten aus ihren persönlichen "Wissensräumen" heraus über die inhaltliche wie bauliche Bedeutung und die Nutzung von Bibliotheken und Archiven.

Teilnehmende

Diébédo Franics Kéré ist ein aus Burkina Faso stammender Architekt, der seit 1985 in Deutschland lebt und in Berlin das international tätige Architekturbüro Kéré Architecture leitet. Typisch für Kérés Projekte ist die Verwendung lokaler Materialien, der Einsatz traditioneller Handwerkstechniken, eine nachhaltige Bauweise sowie eine Grenzen und Kulturen transzendierende Perspektive.

Werner Oechslin ist ein Schweizer Kunst-und Architekturhistoriker. Von 1985 bis zu seiner 2009 erfolgten Emeritierung war er Ordinarius für Kunst- und Architekturgeschichte an der ETH Zürich und zudem von 1987 bis 2006 Direktor des Instituts für Geschichte und Theorie der Architektur (gta). Im Juni 2006 eröffnete die Bibliothek Werner Oechslin in Einsiedeln mit einem Gesamtbestand von über 50.000 Büchern.

Barbara Schneider-Kempf ist eine deutsche wissenschaftliche Bibliothekarin und seit 2004 Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin. Die studierte Architektin hat in den letzten dreißig Jahren zahlreiche prominente Funktionen im nationalen und internationalen Bibliothekswesen wahrgenommen.

Moderator: Lukas Feireiss arbeitet als Kurator, Künstler und Autor in der internationalen Vermittlung von Kunst, Kultur und zeitgenössischer Reflexivität jenseits disziplinärer Grenzen. Er ist Herausgeber und Kurator zahlreicher Bücher und Ausstellungen im Bereich Kunst, Design und Architektur. Als Lehrbeauftragter ist er an verschiedenen Universitäten im In- und Ausland tätig.

WEITERE VERANSTALTUNGEN


#2 Orte des Lernens
Do. 18. März 2021

Kindertagesstätten, Schulen und Universitäten sind als Bildungseinrichtungen wichtige Institutionen unserer Gesellschaft. Diskutiert wird aus architektonischer wie pädagogischer Sicht die räumliche Dimension von zeitgenössischen Wissenslandschaften. Gefragt wird, welchen Lernkulturen folgend diese entworfen werden und wie neue Räume des Lernens aussehen können, die sich über existierende Raumformate hinwegsetzen wie auch Gelungenes und Bewährtes in neue Formen bringen.

#3 Stätten kultureller Bildung
Di. 11 Mai 2021 tbc.

Kultureinrichtungen aller Art – seien es Museen, Galerien, Theater oder auch Baukulturzentren – haben stets einen Bildungsauftrag. Von jeher sind sie Orte der Bildung und Vermittlung, in denen kulturelles Wissen in der Gesellschaft weitergegeben wird. Im Rahmen des dritten Events der Dialogreihe wird kritisch hinterfragt, wie sich diese außerschulischen Lernorte und Wissensräume heute entfalten können und inwieweit sich diese mit der Umsetzung ihres Bildungsauftrags an sich ändernde Bedürfnisse und zukünftige Notwendigkeiten anpassen müssen.

#4 Baukultur trifft Alltag 
Mo. 14. Juni 2021
Allzu oft vermitteln Architekturzeitschriften und Museen ein geschöntes Bild der Wirklichkeit, indem sie allein die herausragenden Beispiele zeigen, den weniger befriedigenden Durchschnitt hingegen ausklammern. Die vierte Veranstaltung der Baukultur-Dialogreihe richtet das Augenmerk auf Architekturen des Alltags und hinterfragt, ob wir dieser ebenfalls entworfenen Umwelt die gleiche Wertschätzung als potenzielle Wissensräume entgegenbringen und was von diesen Bauten baukulturell gelernt werden kann.

#5 Lernort Stadt
Fr. 3. September 2021
Jenseits klassischer Bildungseinrichtungen bietet auch die Stadt selbst unzählige Möglichkeiten des Lernens. Im öffentlichen Raum der Stadt lernen wir Dinge, die sich nicht auf den Lehr- und Lernplänen der Institutionen und im Programm der Kultureinrichtungen wiederfinden. Somit widmet sich die Abschlussveranstaltung der Dialogreihe der Stadt als einem allen zugänglichen Möglichkeits-, Handlungs- und Wissensraum.

In Zusammenarbeit mit
Bundesstiftung Baukultur


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